FORMTECHNIKEN DER KERAMIK

FORMTECHNIKEN


Um ein Tongefäß zu formen gibt es die unterschiedlichsten Techniken. Die Aufbautechnik zum Beispiel macht das Töpfern sehr einfach, denn man braucht nur mehrere Tonfladen zu einem ganzen Stück zusammenzusetzten und die Übergänge dann zu glätten. Hier können sie sich als Keramik Einsteiger oder Hobby Töpferer über verschiedene Formtechniken informieren und diese ganz einfach auszuprobieren. Das Keramiklexikon hilft Ihnen gerne bei allen Fragen rund um die Töpferei weiter.

KNETEN


Die manuelle Masseaufbereitung führt dazu, eingeschlossene Luftblasen zu entfernen. Man unterscheidet zwischen dem, in Europa üblichen „Widderkopf-Kneten“ (nach der, während der Arbeit entstehenden Form) und dem, in Asien angewandten schneckenförmigen Kneten. Der Ton erhält eine dichte, weiche Konsistenz.

ABDRECHEN


Nach dem Drehen eines Keramikobjekts auf der Töpferscheibe, wird es bis zum lederharten Zustand getrocknet. Dann beginnt das Abdrehen mit Hilfe von Abdreheisen und Abdrehschlingen. Kanten werden gebrochen, der Scherben bekommt eine einheitliche Stärke.

POLIEREN


Beim Polieren wird die Scherbenoberfläche geglättet. Die blättchenförmigen Tonminerale werden dabei flach ausgerichtet und verdichtet. Es entsteht eine matt glänzende Oberfläche. Als Polierwerkzeuge finden dünnes Blech oder Edelsteine Verwendung.

AUFBAUEN


Das freie Aufbauen, im Gegensatz zum Drehen auf der Töpferscheibe, kann in drei verschiedenen Formen geschehen.
1. Die Wulsttechnik – hier werden Tonwülste gebildet, die dann ringförmig aufgebaut werden.
2. Die Plattentechnik – es werden gleichmäßig dicke Tonplatten zusammengebaut.
3. Die Pinchtechnik – kommt ursprünglich aus Japan und wird als „Daumenschälchen“ begonnen.

MODELLIEREN


Das Bearbeiten einer Tonmasse zu einer Plastik nennt man Modellieren. Man beginnt mit dem Freien Aufbauen ohne Werkzeug und nachdem die grobe Form hergestellt ist, arbeitet man mit Modellierhölzern die Feinheiten heraus.

FREIDREHEN


Zum Freidrehen eignet sich nur ein gut bildsamer, fetter Ton. Beim Drehen benutzt man zuerst eine hohe Umlaufgeschwindigkeit, die später reduziert wird. Ein Tonklumpen wird auf einer rotierenden Töpferscheibe mit den Händen zu einem Gefäß gedreht. Dazu muss die Tonmasse zuerst zentriert werden, danach wird sie aufgebrochen und in Form gezogen. Dabei wird auf eine einheitliche Scherbenstärke geachtet.

EINDREHEN / ÜBERDREHEN


Das Eindrehen ist eine mechanische Formgebung, die mit Hilfe einer Schablone in einer rotierenden Gipsform z.B. eine Schale herausarbeitet. Beim Überdrehen entstehen z.B. Teller, die über eine Gipsvorlage geformt werden. Beide Formgebungsarten sind für Kleinserien geeignet.